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Ulla Schmidt: Krankenhäuser erhalten 3,5 Milliarden zusätzlich
Die heftig kritisierten Vorschläge ihres Hauses zur Umsetzung der
Finanzhilfe sind dabei offensichtlich nicht mehr aktuell. Es gebe dazu
«überhaupt noch keine Festsetzung», sagte Schmidt. Kein Verständnis
zeigte sie für Vorwürfe, die Begrenzung der Finanzhilfe komme einer
«Bestrafung» der Krankenhäuser gleich.
Die gesundheitspolitische Sprecherin der Unions-Fraktion, Annette
Widmann-Mauz (CDU), sagte der Deutschen Presse-Agentur dpa, die vom
Ministerium geplanten Verrechnungen seien vom Tisch. «Wir sind noch
nicht am Ende der Verhandlungen.» Die Koalition habe sich die
Vorschläge des Ministeriums nicht zu eigen gemacht. «Wir denken über
Wege nach, wie die Krankenhäuser zusätzlich 3,5 Milliarden Euro
erhalten - nicht mehr, aber auch nicht weniger.»
Der Vorsitzende der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di, Frank Bsirske,
sowie der Vizepräsident der Bundesärztekammer, Frank Ulrich Montgomery,
zeigten sich zufrieden, dass die 3,5 Milliarden Euro nun «netto»
zugesagt seien und auf «technische Tricksereien» verzichtet werde. Sie
forderten dennoch mehr Geld: Es bleibe «die chronische
Krankenhausunterfinanzierung», kritisierte Bsirske. «Der Deckel muss
weg», forderte er. Auch 2009 sei weiter «Druck auf dem Kessel».
Zuvor hatte es massiven Protest aus den vier unionsgeführten
Bundesländern Bayern, Baden-Württemberg, Hessen und Nordrhein-
Westfalen, gegeben: Sie warnten den Bund vor einem Abrücken von den
Finanz-Vereinbarungen. «Das Bundesgesundheitsministerium muss Wort
halten», verlangten die Gesundheitsminister der vier Bundesländer.
Anlass für die Kritik waren vom Bundesgesundheitsministerium
kurzfristig vorgelegte Änderungsvorschläge, die nach Ansicht der
Kritiker die den Krankenhäusern angekündigte Entlastung von 3,5
Milliarden Euro wieder infrage stellten. Bayerns Gesundheitsminister
Markus Söder sagte der dpa, komme es zu den Änderungen, verlasse der
Bund «die Geschäftsgrundlage». Dies sei dann «Wortbruch».
Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG), die ebenfalls mehr Geld
fordert, hatte die Änderungspläne «eine Kriegserklärung» genannt. Die
Krankenkassen zeigten sich zufrieden: «Es ist gut, dass die Ministerin
bekräftigt hat, dass bei einem Plus von 3,5 Milliarden Euro Schluss
ist. Für die Krankenhäuser kann es nicht nur immer noch mehr Zusatzgeld
geben», sagte Kassenverband-Sprecher Florian Lanz. Arbeitgeberpräsident
Dieter Hundt lehnte für die Krankenhäuser eine weitere Finanzspritze
ab.
Quelle: Journalmed online 5.12.08






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