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Gesundheitsversorgung für Menschen ohne Papiere in Schleswig-Holstein.
Die Veranstaltung findet am Mittwoch, den 30.September von 16.00 bis
18.00 in der Zentralen Bildung- und Beratungsstelle für MigrantInnen
e.V. (ZBBS e.V., Sophienblatt 64a) in Kiel statt.
VeranstalterInnen sind der Beauftrage für Flüchtlings-, Asyl- und
Zuwanderungsfragen des Landtages Schleswig-Holstein, die Zentrale
Bildungs- und Beratungsstelle für MigrantInnen in Schleswig-Holstein und
der Flüchtlingsrat Schleswig-Holstein e.V.. Die VeranstalterInnen sind
Teil des Netzwerks für illegalisierte Menschen in Schleswig-Holstein
Menschen "ohne Papiere" (d.h. ohne Aufenthaltserlaubnis) leben,
arbeiten, wohnen und lernen mitten unter uns. Nach verschiedenen
Schätzungen sind es 500.000 bis zu einer Million Menschen in
Deutschland. Das restriktive deutsche Asyl- und Zuwanderungsrecht drängt
viele MigrantInnen in die Illegalität.
Es geht um Menschen, die kaum
einklagbare Rechte besitzen und unter der permanenten Angst leben
müssen, entdeckt und abgeschoben zu werden. Ohne Papiere zu leben heißt
schutz- und rechtlos zu sein gegenüber Behörden, ArbeitgeberInnen oder
VermieterInnen. Viele Problemlagen können sogenannte "Illegale" mit
Hilfe privater Netzwerke bewältigen. Doch spätestens wenn jemand von
ihnen krank oder schwanger wird, entstehen gravierende Probleme: aus
Angst vor Entdeckung wagen viele nicht, sich in Behandlung zu begeben.
In einigen großen Städten gibt es deshalb Anlaufstellen für Menschen
ohne Papiere, die "Medibüros". Sie beraten ehrenamtlich und organisieren
wenn möglich eine Vermittlung in ärztliche Behandlung. Mit dieser
Veranstaltung möchten wir über die Situation von Menschen ohne Papiere
informieren und die Arbeit des Berliner Medibüros vorstellen.
Im Anschluss wollen wir die Möglichkeiten des Aufbaus eines Medibüros in
Kiel diskutieren.






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