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Hauptstadtkongress Medizin und Gesundheit 2009
Das Krankenversicherungssystem aus Privater und Gesetzlicher Krankenversicherung steht vor großen Herausforderungen. Ein Viertel der GKV-Versicherten sind Rentner, die wiederum 50 Prozent der Leistungen in Anspruch nehmen. Diese Situation wird sich aufgrund der demografischen Entwicklung weiter verschärfen, was sich zu einer wirklichen Belastungsprobe für die Generationengerechtigkeit herausstellen kann. Unter den Gesichtspunkten der Beitragssatzstabilität ist ein Absenken des Leistungsniveaus unumgänglich. PKV-Zusatzversicherungen wären aber in der Lage, diese Lücke zu schließen, so Dr. Timm Genett vom Verband der privaten Krankenversicherung e.V..Eine ähnlich prekäre Situation stellt sich auch für die Gesetzliche Rentenversicherung dar. Ein Absenken des Rentenniveaus ist in Folge einer alternden Gesellschaft und zunehmender Appelle für mehr private Altersvorsorge absehbar. Wie diese Lücke geschlossen werden kann und was dabei für angestellte und freiberuflich tätige Physiotherapeuten zu berücksichtigen gilt, erläuterte Hans-Joachim Funk von der Generali Versicherungs AG.
In einem weiteren Seminarschwerpunkt wurde der Zielkonflikt zwischen Qualität und Wirtschaftlichkeit im Praxisalltag erörtert. Dass beide Schlagworte nicht zwingend im Widerspruch stehen, erläuterte Günter Wolf, Physiotherapeut aus Itzehoe. Während bisher traditionell der Patient im Vordergrund stand, erstreckt sich der Qualitätsbericht über die gesamte Praxis. Neben den Anforderungen des Patienten, treten die Anforderungen von Kollegen/Mitarbeitern, kooperierender Ärzte und Kostenträger gleichermaßen in den Vordergrund.
Standardisierte Verfahren in der Organisation der Praxis und Mitarbeiterzufriedenheit sind nur einige Beispiele zur Verbesserung der Wirtschaftlichkeit einer Praxis. Qualität und Qualitätssicherung sind Grundvoraussetzung für ein wirtschaftliches Unternehmen, so Wolf weiter.
Dr. Timm Genett (Verband der privaten Krankenversicherungen e.V.)
(li.) Günter Wolf (Physiotherpeut mit eigenem Rehabilitations- und Präventionszentrum) und Hans-Joachim Funk (Generali Lebensversicherung e.V.)






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